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Steinmeier droht nach Wahl-Desaster indirekt mit Rückzug

Berlin (dts) - Frank-Walter Steinmeier hat heute im Präsidium indirekt mit einem Rückzug von den Spitzenämtern in der SPD gedroht. Hiermit reagierte er auf die Forderungen des linken Flügels, die Sozialreformen und die Rente mit 67 rückgängig zu machen. Wenn die Partei von ihm entwickelte Reformen zurückdrehen wolle, sei er nicht der richtige Mann dafür, so Steinmeier. Der 53-Jährige soll morgen von der Fraktion zum Nachfolger Peter Strucks gewählt werden. Zusätzlich ist auch das Amt als SPD-Chef künftig vermutlich neu zu besetzen. Der bisherige Parteichef Müntefering hatte heute angedeutet, nicht wieder kandidieren zu wollen. Es sei "akzeptabel", wenn Steinmeier sowohl den Fraktions- als auch den SPD-Vorsitz innehielte, so Müntefering am Nachmittag. Neben Steinmeier gibt es derzeit wenig aussichtsreiche Kandidaten für die Position. Andrea Nahles, die vielfach für Spitzenpositionen in Gesprächen stand, ist laut eigener Aussage nicht am SPD-Vorsitz interessiert. Berlins Bürgermeister Wowereit zeigte indessen zwar durchaus Interesse, musste in seinem Wahlkreis jedoch rund 14 Prozent Verlust hinnehmen und gilt damit nicht als vielversprechender Kandidat.
DEU / Bundestagswahl / SPD
28.09.2009 · 20:48 Uhr
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