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Steiner warnt vor Scheitern des Klimagipfels

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Hamburg (dpa) - Der Leiter des UN-Umweltprogramms UNEP, Achim Steiner, hat vor einem Scheitern der Weltklimakonferenz in Kopenhagen gewarnt. Dann drohten auch dramatische wirtschaftliche Konsequenzen, sagte Steiner der «Neuen Osnabrücker Zeitung».

«Es hängen Hunderte von Milliarden Euro, verteilt über die Weltwirtschaft, in einer Warteschleife, weil mit Sorge beobachtet wird, ob die Welt den Sprung in ein CO2-armes Abkommen schafft», sagte Steiner.

Auch die Wirtschaft schaue auf Kopenhagen. «Wenn dort kein Ergebnis rauskommt, hat das einen lähmenden Effekt auf viele Wirtschaftssektoren und vor allem auf Investitionen», warnte Steiner. Kopenhagen könnte in der gegenwärtigen Wirtschafts- und Finanzkrise zu einer der bedeutendsten Konjunkturmaßnahmen werden, sagte der ranghöchste Deutsche bei den Vereinten Nationen. Der zwölftägige Klimagipfel beginnt am kommenden Montag in der dänischen Hauptstadt.

Viele Unternehmen würden bei einem Scheitern in Kopenhagen Investitionen zurückhalten, sagte Steiner. Denn sie können sich nicht sicher sein, dass die eigene Technologie noch relevant ist, wenn eine CO2-arme Klimapolitik letztlich doch verabschiedet wird. Entscheidungen in Kopenhagen beeinflussten die Wahl von Technologien, Standorten und der Geschwindigkeit, mit der man neue Produkte an den Markt bringt. Wenn es kein Klimaabkommen in Kopenhagen gebe und damit keine Partnerschaft, die die Zusatzkosten eines CO2-armen Entwicklungsweges finanziere, bleibe für die Entwicklungsländer keine Wahl, als die jeweils billigste Technologie zu wählen.

UN / Umwelt / Klima
04.12.2009 · 08:52 Uhr
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