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Steinbrück irritiert SPD mit Sympathien für Neuauflage der Großen Koalition

Berlin (dts) - Finanzminister Peer Steinbrück hat sich gestern bei einer Diskussionsrunde in Hamburg offen für eine Fortsetzung der Großen Koalition ausgesprochen. Er sehe demnach kaum Chancen für die von der SPD angestrebte Ampel-Koalition mit den Grünen und der FDP. Da es der SPD darum gehe, Schwarz-Gelb zu verhindern, müsste die Partei zukünftig wieder in eine Große Koalition, so Steinbrück. Damit sorgte der Minister für Irritationen in den eigenen Reihen und bei der Opposition. Die Grünen-Spitzenkandidatin Renate Künast bezeichnete die Äußerung als eine "politische Bankrotterklärung". Der Finanzminister habe sich "offenbar auf der Couch von Angela Merkel häuslich eingerichtet", so die Fraktionschefin der Grünen. Steinbrück sagte auf der Veranstaltung weiterhin, dass er "viele positive Erfahrungen" in der Zusammenarbeit mit Angela Merkel gemacht habe. Wenige Stunden später korrigierte er seine Aussage. Die SPD würde nicht die Große Koalition suchen, schließe sie aber auch nicht aus. Zentral sei aber der Kampf gegen Schwarz-Gelb. Auch aus der eigenen Partei erntete der Minister für seine Äußerung Kritik. Sofern es am Wahlabend nicht für Schwarz-Gelb reicht, würde man sich damit "Verhandlungsmasse berauben", sagt ein ungenannter Abgeordneter der SPD-Fraktionsspitze. Auch SPD-Chef Franz Müntefering sprach sich gegen eine Fortsetzung der Großen Koalition aus: "Wir wollen sie nicht, weil sie aus demokratie-hygienischen Gründen auf Dauer nicht gut ist".
DEU / Bundestagswahl / Koalition
16.09.2009 · 10:54 Uhr
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