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Steigende Mieten: Mehrheit will staatliche Gegenmaßnahmen

«Wohnraum ist keine Ware - Wir bleiben alle!» steht im Berliner Stadtteil Kreuzberg auf einer Hausfassade. Foto: Franziska KoarkGroßansicht

Berlin (dpa) - Die Mehrheit der Bundesbürger erwartet, dass der Staat gegen die steigenden Mietpreise in vielen deutschen Großstädten vorgeht. 59 Prozent wünschen sich staatliche Gegenmaßnahmen, wie eine Umfrage von Infratest dimap im Auftrag der Zeitung «Welt am Sonntag» ergab.

37 Prozent der rund 1000 Befragten seien dagegen. Besonders Geringverdiener erwarteten ein Eingreifen, 68 Prozent der Bürger mit Hauptschulabschluss seien dafür. Bundesbauminister Peter Ramsauer (CSU) forderte erneut mehr sozialen Wohnungsbau.

«Vor allem in den Ballungszentren und den Metropolen München, Hamburg, Berlin oder dem Rhein-Main-Gebiet gibt es eine Knappheit an Wohnungen», sagte er der Zeitung. Es gebe einen akuten Handlungsbedarf gegen die rapiden Mietsteigerungen. Ramsauer hatte den Bundesländern vor knapp zwei Wochen vorgeworfen, nicht genug für den sozialen Wohnungsbau zu tun und das Geld vom Bund dafür nicht sachgerecht einzusetzen. Die Länder wiesen die Kritik zurück.

«Die gute Nachricht ist, dass sich das Investitionsklima eindeutig verbessert hat», sagte Ramsauer der «Welt am Sonntag». Höhere Mieten schüfen einen Anreiz für mehr Wohnungsbau. Die steigende Zahl an Wohnungen verursache dann wiederum sinkende Mieten. Eine Studie des Pestel-Instituts in Hannover hatte ergeben, dass in den zehn deutschen Großstädten, die den größten Wohnungsmangel haben, mehr als 100 000 Mietwohnungen fehlen. Bis 2017 könne die Lücke in Deutschland auf über 400 000 Wohnungen anwachsen.

Wohnungspolitik
08.07.2012 · 15:41 Uhr
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