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Start von Mars-Langzeitexperiment in Moskau

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Moskau (dpa) - Einen 520 Tage langen Flug zum Mars simulieren seit Donnerstag sechs «Raumfahrer» in Moskau. Die Männer aus Russland, China, Italien und Frankreich stiegen im Institut für biomedizinische Probleme in den Nachbau einer Raumkapsel.

In den kommenden knapp eineinhalb Jahren sollen mit ihrer Hilfe mehr als 100 Experimente durchgeführt werden, wie die Agentur Interfax meldete. 11 davon wurden von deutschen Forschern entwickelt.

Die Teilnehmer im Alter von 26 bis 38 Jahren haben in dieser Zeit kaum Kontakt zur Außenwelt. Sie müssen regelmäßig Urin- und Blutproben abgeben und werden rund um die Uhr mit Kameras und Sensoren überwacht. Mögliche Probleme «an Bord» müssen sie selbst lösen.

Die Wissenschaftler erhoffen sich von dem bisher längsten Weltraumexperiment dieser Art auch Antworten auf medizinische und psychologische Probleme auf der Erde. Erforscht werden sollen unter anderem der Einfluss von Kochsalz auf den Blutdruck und der Knochenstoffwechsel, aber auch gruppendynamische Prozesse. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrttechnik (DLR) beteiligt sich mit rund 500 000 Euro an den Grundkosten in Höhe von etwa 10 Millionen Euro. Die europäische Weltraumbehörde ESA schießt weitere 1,5 Millionen Euro zu.

Projektseite: http://dpaq.de/mars500

DLR-Projektseite: http://dpaq.de/mars500-dlr

Google-Partnerseite: http://www.google.com/mars500

Raumfahrt / Wissenschaft / Russland
03.06.2010 · 12:43 Uhr
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