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Stark: Kein Euro-Land wirklich geschützt

Jürgen StarkGroßansicht

Dublin (dpa) - In der europäischen Schuldenkrise kann sich nach Einschätzung vom scheidenden EZB-Chefvolkswirt Jürgen Stark kein Land in Sicherheit wiegen. «In der aktuellen Situation ist kein Land wirklich geschützt», sagte er der «Irish Times».

Stark, der als sehr stabilitätsorientierter Geldpolitiker gilt, war am Freitag von seinen Positionen bei der EZB zurückgetreten. Allerdings bleibt er noch im Amt, bis ein Nachfolger gefunden ist. Stark bezog seine Warnung auf die Gefahr, dass Länder plötzlich von Kapitalmarkt abgeschnitten werden könnten wie beispielsweise Griechenland. «Das kann auch größeren, hoch entwickelten Volkswirtschaften passieren.» Zudem unterstrich er, dass die europäischen Regierungs- und Staatschefs kein Land aus dem Währungsraum drängen wollten. Allerdings dürfe finanzielle Hilfe nur unter bestimmten Bedingungen gewährt werden, da ansonsten die Solidarität überspannt werde. «Solidarität kann niemals eine Einbahnstraße sein.»

Das Interview wurde laut Irish Times am Freitagmorgen geführt, also nur wenige Stunden vor seinem Rücktritt.

EU / Finanzen / Euro / Stark
12.09.2011 · 23:13 Uhr
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