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Staatsanwalt: Felsen war sehr wohl auf Karten vermerkt

Das Kreuzfahrtschiffes «Costa Concordia» hat vor der italienischen Insel Giglio einen Felsen gerammt. Foto: GiglionewsGroßansicht

Rom (dpa) - Der von dem Unglückschiff «Costa Concordia» gerammte Felsen ist eindeutig auf den nautischen Karten vermerkt. Das bestätigte der toskanische Staatsanwalt Francesco Verusio.

Der leitende Staatsanwalt von Grosseto widersprach damit der Behauptung des Kapitäns des Kreuzfahrtschiffes, der Felsen sei nicht verzeichnet gewesen, wie die Nachrichtenagentur Ansa am Montag berichtete. «Die Skrupellosigkeit des von dem Kommandanten durchgeführten Manövers hat uns betroffen gemacht», fügte Verusio an. Auch Karten, die der Nachrichtenagentur dpa vorliegen, zeigen den Felsen.

Toskanische Gefängnisbehörden teilten mit, der Kapitän sei in seiner Zelle auf Sichtüberwachung und werde auch psychologisch betreut. Sein Anwalt berichtete laut Ansa, sein Mandant sei «am Boden zerstört und konsterniert» angesichts der Ereignisse am Freitag vor der Insel. Er habe das Schiff in der Not noch in niedrigere Gewässer geführt. Der festgenommene Kapitän soll an diesem Dienstag verhört werden.

Am Montag war die Suche nach Überlebenden und Opfern aus Sicherheitsgründen stundenlang unterbrochen gewesen. Sie wurde auch für die Nacht wieder eingestellt, sagte Feuerwehrsprecher Luca Cari der deutschen Presseagentur dpa. Wenn sich das Schiff wie am Morgen bewege, könne das gefährlich für die Rettungsmannschaften sein, so Cari. Er könne nichts über die Chancen sagen, noch Überlebende zu finden. Auch drei Tage nach der Havarie wurden mindestens noch 14 Menschen vermisst.

Schifffahrt / Unfälle / Italien
16.01.2012 · 22:02 Uhr
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