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"Spiegel": Deutsche Entwicklungshelfer als Drogenschmuggler missbraucht

Berlin (dts) - Die Bundesregierung hat zwei junge Männer nach Deutschland überstellen lassen, die auf den Seychellen zehn Jahre Gefängnis absitzen sollten. Wie der "Spiegel" berichtet, waren die Männer dort Weihnachten 2009 bei der Einreise mit vier Kilo Heroin ertappt worden. Das Duo war von einem Drogenkartell angeworben worden, das es in Ostafrika besonders auf junge Deutsche des "Weltwärts"-Programms abgesehen hat.

"Weltwärts"-Mitarbeiter verrichten dort einen bis zu zweijährigen Sozialdienst. Um ihr Visum zu erneuern, müssen sie – oft auf eigene Kosten – regelmäßig das Land vorübergehend verlassen. Das Kartell bietet an, die Reisen zu zahlen und missbraucht sie dann als Drogenkuriere. Das Hilfsprogramm wurde von der früheren Entwicklungshilfe-Ministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) ins Leben gerufen. Trotz Mahnungen von Botschaften und Bundeskriminalamt hat das Ministerium nichts an dem Aufenthaltsstatus der "Weltwärts"-Mitarbeiter geändert.
DEU / Entwicklungshilfe / Kriminalität
02.04.2011 · 12:37 Uhr
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