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"Spiegel": Auch DFB-Schiedsrichter in Wettskandal verwickelt

Ulm (dts) - In den neuerlichen Wettskandal um manipulierte Fußballspiele soll auch mindestens ein Schiedsrichter des DFB verwickelt sein. Das schreibt der "Spiegel" in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe. Dabei soll der Schiedsrichter bei einem Spiel der Regionalliga Süd im Mai Schmiergeld von den mutmaßlichen Wettbetrügern kassiert haben. Auch der SSV Ulm ist laut dem Bericht tiefer in den Wettskandal verwickelt, als bislang bekannt. Nach Informationen des Magazins stehen vier Regionalligaspiele des baden-württembergischen Traditionsvereins aus der Endphase der vergangenen Saison unter Manipulationsverdacht. SSV-Vizepräsident Mario Meuler sagte: "Wir gehen davon aus, dass niemand mit dieser Sache etwas zu tun hat." Die Hauptbeschuldigten aus der sogenannten "Führungsebene" stammen aus Berlin, Nürnberg, dem Ruhrgebiet und einer Stadt bei Osnabrück. Sie sollen von Deutschland aus etwa 200 Fußballspiele in Europa für ihr Wettgeschäft manipuliert haben. In Belgien soll die Bande sogar einen Zweitligisten mit korrumpierbaren Spielern unterwandert haben. Einem ähnlichen Vorwurf gehen die Ermittler auch im Fall des in der vergangenen Saison aus der Zweiten Liga abgestiegenen VfL Osnabrück nach. Die Wettbetrüger sollen drei Spiele manipuliert haben oder beabsichtigt haben, diese zu manipulieren. Bundesweit sind bereits 15 Verdächtige festgenommen worden.
DEU / Fußball / Glücksspiel
21.11.2009 · 09:29 Uhr
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