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Spenden brechen weg: "Viele Tierheime am Ende"

Tierheime in der KriseGroßansicht
Berlin (dpa) - Die Tierheime leiden bundesweit unter der Wirtschaftskrise. Die Spenden seien eingebrochen, und immer mehr Menschen gäben Haustiere wegen ihrer finanziellen Lage ab, sagte der Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, Wolfgang Apel, am Dienstag in Berlin.

Zudem seien Futterkosten gestiegen und Tierarztrechnungen teurer geworden. «Viele Tierheime sind am Ende.» Vier Einrichtungen, die von Tierschutzvereinen betrieben werden, stehen nach Angaben von Apel vor der Insolvenz. Betroffen seien Heime in Dresden (Sachsen), Bremervörde (Niedersachsen), Homburg (Saarland) und Wipperfürth (Nordrhein-Westfalen).

Der Tierschützer forderte Unterstützung des Bundes und der Kommunen für die bundesweit 519 Tierheime. Mittelfristig würden 15 Millionen Euro gebraucht. Falls die Politik nicht handele, «müssen wir die Tiere, die wir für die Kommunen betreuen, in den Rathäusern abgeben», sagte Apel. Sollte die Mehrwertsteuer für Tierfutter angehoben werden, wäre das eine weitere schwere Belastung.

In den Tierheimen werden jährlich rund 300 000 Tiere betreut. Allein der Einsatz ehrenamtlicher Helfer erspare den öffentlichen Haushalten jährlich mehr als eine halbe Milliarde Euro für die Tierbetreuung, sagte Apel. «Die Tierheime übernehmen die staatliche Aufgabe, in Not geratene Tiere aufzunehmen.» Die staatlichen Zuschüsse seien aber nicht ausreichend. Das Berliner Tierheim bekomme beispielsweise bei jährlichen Kosten von rund sieben Millionen Euro aus öffentlichen Kassen knapp 440 000 Euro.

Tiere
30.06.2009 · 16:20 Uhr
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