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Spekulationen zu Lafontaines Zukunft an der Saar

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Saarbrücken/Berlin (dpa) - Oskar Lafontaines politische Zukunft im Saarland ist weiter offen. Die Linke im Landtag hat einen Bericht zu einem bevorstehenden Rückzug des Parteichefs aus dem Landesparlament als reine Spekulation bezeichnet.

«Klar ist, dass Lafontaine Fraktionsvorsitzender der Linken im Landtag ist», sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der Linksfraktion, Heinz Bierbaum, am Mittwoch in Saarbrücken. «Wie lange er das macht, das hat er offen gelassen.» Der Sprecher der Bundestagsfraktion, Hendrik Thalheim, sagte dagegen der Deutschen Presse-Agentur dpa in Berlin, der entsprechende Bericht der «tageszeitung» («taz») «entbehrt jeder Grundlage».

Lafontaine selbst ist derzeit im Urlaub. Thalheims Sprecher- Kollege im Bundestag, Michael Schlick, wies den Bericht im Nachrichtensender n-tv ebenfalls zurück. «Das war auf jeden Fall Stand der Dinge vor seinem Urlaub, dass da keine Rede von war, dass er den Fraktionsvorsitz im saarländischen Landtag niederlegt», sagte Schlick dem Sender.

Lafontaine hatte sich nach der Entscheidung der Saar-Grünen für ein Bündnis mit CDU und FDP und gegen eine Links-Koalition mit SPD und Linken nicht festgelegt, ob er nach seinem Rückzug von der Spitze der Bundestagsfraktion im Landtag bleiben will. «Das werde ich jetzt in aller Ruhe überlegen und entscheiden», hatte Lafontaine nach dem Grünen-Parteitag vor eineinhalb Wochen gesagt. Der Landeschef der Linken, Rolf Linsler, sagte der dpa, er habe von einer Entscheidung Lafontaines keine Kenntnis.

Die «taz» berichtete unter Berufung auf Quellen in der saarländischen Landtagsfraktion der Linken, Lafontaine wolle nicht für eine ganze Legislaturperiode Fraktionschef im Landtag bleiben. Auch sein Landtagsmandat werde er wohl bald niederlegen. Bierbaum sagte: «Das ist noch nicht entschieden.» Unter Lafontaines Führung hatte die Linke bei der Landtagswahl an der Saar 21,3 Prozent erzielt. Er hatte kurz vor dem entscheidenden Parteitag der Grünen auf eine erneute Bewerbung für den Fraktionsvorsitz im Bundestag verzichtet und ein stärkeres Engagement an der Saar für den Fall eines Linksbündnisses angekündigt. Bundesparteichef will er bleiben.

Parteien / Linke / Saarland
21.10.2009 · 13:07 Uhr
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