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SPD will Zusatzgeschäfte der Ärzte eindämmen

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Braunschweig (dpa) - Die SPD im Bundestag will das wachsende Milliardengeschäft von Ärzten mit den von Kassenpatienten selbst bezahlten Zusatzleistungen eindämmen und setzt dabei vor allem auf mehr Aufklärung.

«Das Ausmaß, in dem ein Teil der Ärzte ihren Patienten diese individuellen Gesundheitsleistungen aufdrängt, ist unanständig - vor allem bei bestimmten Facharztgruppen», sagte die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Carola Reimann, der «Braunschweiger Zeitung». «Da wird das Vertrauen der Patienten missbraucht.» Zwar könne man die «individuellen Gesundheitsleistungen» (IGeL) nicht verbieten, weil dies in die unternehmerische Freiheit des Arztes eingreifen würde.

Die SPD-Fraktion werde am Dienstag einen Vorstoß beschließen, der vor allem auf bessere Information setze. So müssten die Krankenkassen ihre Versicherten besser aufklären, worauf sie Anspruch hätten - und was fragwürdige Leistungen seien. Die Kassen müssten zudem das Management mit entsprechende Patientenbeschwerden verbessern. Der Umsatz mit den s«Igel»-Leistungen wird in Deutschland auf eine Milliarde Euro jährlich geschätzt.

Gesundheit / Ärzte
28.06.2009 · 20:46 Uhr
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