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SPD uneins über den Kurs in der Kohlepolitik

Berlin (dts) - Die SPD streitet über ihren Kurs auf dem Weg zur Energiewende. Bundestagsfraktionsvize Ulrich Kelber widerspricht Parteichef Sigmar Gabriel, der jüngst den Bau neuer Kohlekraftwerke als notwendig bezeichnet hatte: "Wir brauchen keine neuen Kohlekraftwerke, weil wir durch den Ausstieg aus der Kernenergie gar nicht die Mengen an fossiler Energie benötigen werden, die derzeit von interessierter Seite genannt werden." Kelber verweist auf das in der Fraktion einstimmig beschlossene Energieprogramm, nach dem der Anteil großer Kohlekraftwerke am Energiemix von über 40 Prozent bis 2020 auf unter 25 Prozent gedrückt werden solle.

"Politisch müssen wir erneuerbare Energien, Kraft-Wärme-Kopplung und Gaskraftwerke fördern statt Kohlekraftwerke", sagt der SPD-Umweltexperte. Man dürfe "nicht auf die falschen Einflüsterer hören". Hintergrund der Debatte ist die Verunsicherung der SPD, wie sie sich in der Energiefrage von den Grünen absetzen kann. In der vergangenen Woche etwa hatte die SPD-Bundestagsfraktion die Regierung aufgefordert, sich auf europäischer Ebene dafür einzusetzen, "einen subventionsfreien Steinkohlenbergbau nach 2018 zu ermöglichen".
DEU / Parteien / Energie
16.04.2011 · 11:34 Uhr
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