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SPD: Umgang Guttenbergs mit Schneiderhan unanständig

Die SPD will darauf drängen, Verteidigungsminister zu Guttenberg als ersten Zeugen zu laden.Großansicht
Berlin (dpa) - Als «unanständig» hat die Opposition den Umgang von Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) mit dem ehemaligen Bundeswehr-Generalinspekteur Wolfgang Schneiderhan kritisiert.

Es werde immer klarer, dass der Minister in der Affäre um den Luftschlag in Kundus den angesehenen Offizier nur entlassen habe, um sein eigenes Fehlverhalten «zu kaschieren», sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion, Thomas Oppermann, am Mittwoch in Berlin. Guttenberg versuche, Schneiderhan «in einem schlechten Licht dazustellen, um selbst besser dazustehen». Die Aussagen des Ressortchefs und des Offiziers zu den Informationsabläufen widersprächen sich jedoch: «Beides kann nicht richtig sein.»

Die SPD erwartet von Guttenberg, dass er an diesem Mittwoch im Parlament zu dem «Informationschaos» in seinem Haus persönlich umfassend Stellung nimmt. «Wer in Fernseh-Talkshows dazu redet, darf im Bundestag nicht kneifen», sagte Oppermann. Nach seinen Angaben hat die schwarz-gelbe Koalition und dabei insbesondere die FDP fest zugesagt, dass der Untersuchungsausschuss zur Aufklärung der Affäre grundsätzlich öffentlich tagen wird. Nur bei besonderen Geheimhaltungsaspekten soll dies nicht der Fall sein.

Konflikte / Bundeswehr / Afghanistan
16.12.2009 · 22:16 Uhr
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