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SPD stellt Zukunft der Eliteeinheit KSK infrage

Angehörige der Bundeswehr-Elite-Einheit KSK bei einer Übung im unterfränkischen Hammelburg.  (Archivbild)Großansicht
Berlin (dpa) - Die SPD hat nach dem verheerenden Luftangriff bei Kundus den Fortbestand der Bundeswehr-Eliteeinheit Kommando Spezialkräfte KSK infrage gestellt: «Wenn jetzt herauskäme, dass die KSK diesen Bombenangriff verantwortet, dann würde die KSK in der jetzigen Form nicht überleben.»

«Dann hätten wir schnell die Debatte Staat im Staate», sagte der verteidigungspolitische Sprecher der SPD- Bundestagsfraktion, Rainer Arnold, der «Berliner Zeitung» (Montag).

Bei dem vom damaligen deutschen Kundus-Kommandeur Georg Klein angeforderten US-Luftangriff waren am 4. September laut NATO- Untersuchungsbericht bis zu 142 Menschen getötet oder verletzt worden, darunter 30 bis 40 Zivilisten.

Es sei durchaus denkbar, dass die KSK den Einsatz geführt habe, sagte Arnold. Damit würde sich erklären, warum bestimmte Meldewege nicht eingehalten worden seien, warum der Befehl gebende deutsche Oberst Klein seinen Rechtsberater nicht zurate gezogen habe und warum das ISAF-Hauptquartier nicht benachrichtigt worden sei.

Arnold forderte Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) auf, bei der Aufklärung der Vorfälle nicht auf den Untersuchungsausschuss zu warten. Guttenberg müsse unter anderem klären, was das KSK in der Nacht des Luftangriffs gemacht habe und ob der Bundesnachrichtendienst vor Ort gewesen sei. Viele Fehler könne sich Guttenberg nun nicht mehr leisten.

Konflikte / Bundeswehr / Afghanistan
14.12.2009 · 09:40 Uhr
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