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SPD nennt Rüttgers-Interview «Affront»

Die SPD-Landesvorsitzende Hannelore Kraft neben NRW-CDU-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers.Großansicht
Düsseldorf (dpa) - Die nordrhein-westfälische SPD-Vorsitzende Hannelore Kraft hat kühl auf die jüngsten Signale von Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) in Richtung einer großen Koalition reagiert. Rüttgers hat in der «Bild»-Zeitung Kompromissbereitschaft in der heftig umstrittenen Schulpolitik gezeigt.

Mit Kraft selbst hat er nach deren Angaben aber nicht gesprochen. Zu dem Zeitungsinterview sagte Kraft am Freitagmorgen im WDR, sie wisse nicht, ob das ernst gemeint sei: «Es ist völlig klar, dass wir so etwas eher als Affront betrachten.»

In der Nacht waren Gespräche von SPD und Grünen mit der FDP über eine sogenannte Ampelkoalition gescheitert. Kraft bedauerte, dass die FDP ausgestiegen sei.

Nach wochenlangen Sondierungen der Parteien bleibt eine große Koalition die letzte Möglichkeit der Regierungsbildung in NRW. CDU und SPD haben bereits darüber gesprochen, und Rüttgers hat sich positiv darüber geäußert. Die SPD will am heutigen Freitag bewerten, ob es eine Grundlage für förmliche Koalitionsverhandlungen mit den Christdemokraten gibt. Als Voraussetzung nannte Kraft erneut die Bereitschaft zu einem Politikwechsel.

Regierung / Parteien / Nordrhein-Westfalen
11.06.2010 · 10:00 Uhr
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