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SPD-Minister: Notfalls Fußballvereine zur Kasse bitten

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Göhren-Lebbin (dpa) - SPD-Innenminister drohen damit, den Fußballvereinen notfalls die Kosten für Polizeieinsätze in Rechnung zu stellen. Entsprechend äußerten sich die Ressortchefs von Brandenburg und Nordrhein-Westfalen bei der Innenministerkonferenz in Göhren Lebbin (Mecklenburg-Vorpommern).

Unter den Innenministern ist diese Linie aber kein Konsens - die Union ist hier zurückhaltend. Niedersachsens Ressortchef Uwe Schünemann (CDU) sagte: «Grundsätzlich sind wir der Auffassung, dass wir Polizeieinsätze nicht in Rechnung stellen.» Die Ergebnisse ihrer Beratungen stellen die Minister am Freitag vor.

Brandenburgs Innenminister Dietmar Woidke (SPD) sagte, die Länder könnten mehr Polizeipräsenz in den Fußballstadien nicht leisten. «Wenn es zu einer weiteren Ausweitung von Polizeieinsätzen kommt - und das ist nach der Eskalation der letzten Wochen zu befürchten - dann müssen wir leider darüber nachdenken, die Vereine mit in die Haftung zu nehmen.» Auch Nordrhein-Westfalens Innenminister Ralf Jäger (SPD) sagte: «Wir müssen in Erwägung ziehen, dass Polizeieinsätze in den Stadien demnächst Geld kosten.»

Zuletzt war es bei der Partie zwischen Fortuna Düsseldorf und Hertha BSC am 15. Mai in der Nachspielzeit zu chaotischen Szenen gekommen, als Anhänger des Zweitliga-Dritten schon vor dem Abpfiff auf das Spielfeld stürmten. Doch schon seit Jahren klagen die Länder über hohe finanzielle und personelle Belastungen, die dadurch entstehen, dass die Polizei bei Fußballspielen im Einsatz ist.

Innere Sicherheit / Bundesländer
31.05.2012 · 18:56 Uhr
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