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SPD: Merkel hat mit dem Feuer gespielt

Berlin/Brüssel (dpa) - Der SPD-Europaparlamentarier Martin Schulz hat das Vorgehen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bei der Bewältigung der Griechenland-Krise kritisiert. Er sagte am Freitag im ZDF-«Morgenmagazin», Merkel verkaufe als ihren Erfolg, was Athen bereits lange vorgeschlagen habe.

Einen Monat lang habe die Kanzlerin Nein gesagt, das habe in Brüssel schweren Schaden angerichtet, sagte Schulz. Schließlich sei sie umgeschwenkt. «Es hat Spekulationen auf den Staatsbankrott Griechenlands gegeben. Das hätte man verhindern können. Da ist mit dem Feuer gespielt worden.»

Zugleich lobte der SPD-Politiker aber den erzielten Kompromiss: «Damit kann sich Griechenland aus dem selbst verschuldeten Sumpf herausziehen.» Die Staats- und Regierungschefs der Euro-Länder hatten sich am Donnerstag beim Brüsseler EU-Gipfel auf einen Rettungsplan für das Mittelmeerland geeinigt. Merkel setzte eine Beteiligung des Internationalen Währungsfonds (IWF) an einer möglichen Rettungsaktion durch. Die in Aussicht gestellten Milliarden-Kredite des IWF und der Euro-Länder sollen nur als letzte Möglichkeit gewährt werden. Die Staats- und Regierungschefs wollen heute (Freitag) ihr Gipfeltreffen abschließen.

EU / Gipfel / Reaktionen / Griechenland
26.03.2010 · 08:46 Uhr
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