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SPD: Koalition will Frauenförderung auf Sparflamme

Frauen in den Chefetagen sind immer noch rarGroßansicht

Berlin (dpa) - Die SPD hat die Pläne von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) und den Dax-Unternehmen zur Förderung von Frauen in Spitzenfunktionen als völlig unzureichend bezeichnet.

«Wir brauchen eine gesetzliche Frauenquote von mindestens 40 Prozent für Aufsichtsräte und Vorstände. Alles andere ist politisch naiv und versperrt für Frauen weiter den Weg nach ganz oben», sagte die SPD-Fraktionsvize Christine Lambrecht der Nachrichtenagentur dpa. Freiwillige Selbstverpflichtungen der Wirtschaft hätten auch bisher schon nichts gebracht. Daran werde auch das jetzt «mit großem Tamtam einberufene Spitzentreffen» der 30 Dax-Unternehmen mit der Bundesregierung nichts ändern.

Lambrecht sagte: «Seit Jahren ist das Problem bekannt, dass gut qualifizierte weibliche Beschäftigte nicht durch die gläserne Decke in die Vorstandsetagen großer Konzerne kommen.» Die SPD-Politikerin erinnerte daran, dass die Wirtschaft bereits vor zehn Jahren eine solche Selbstverpflichtung eingegangen sei - ohne dass dies Folgen gehabt habe. Das hätten jetzt auch einige CDU-Frauen erkannt. Deshalb forderten sie zu Recht eine klare gesetzliche Vorgabe. Doch Familienministerin Schröder setze weiter «auf das Prinzip Hoffnung».

Gesellschaft / Frauen / Unternehmen
17.10.2011 · 22:40 Uhr
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