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SPD-Kandidaten weiterhin chancenlos gegen Merkel

Die SPD-Troika, Steinbrück, Gabriel, Steinmeier, hier gemeinsam im Landtagswahlkampf. Foto: Maurizio Gambarini/ArchivGroßansicht

Berlin (dpa) - Die drei möglichen SPD-Kanzlerkandidaten hätten beim Wähler im direkten Vergleich mit der Amtsinhaberin Angela Merkel (CDU) noch immer kaum eine Chance.

Bei einer nur theoretisch möglichen Direktwahl des Regierungschefs würden sich 28 Prozent für SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier entscheiden, 49 Prozent für Merkel, wie das Umfrageinstitut Forsa im Auftrag des Magazins «Stern» und des Senders RTL ermittelte. Steinmeier steht damit etwas besser da als der SPD-Finanzexperte Peer Steinbrück, der 27 Prozent erhielte - gegenüber 51 Prozent für Merkel. Gabriel käme nur auf 16 Prozent bei 60 Prozent für Merkel, wie RTL und «Stern» am Mittwoch berichteten.

Der Vorsitzende der Berliner SPD, Jan Stöß, brachte die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft als Kanzlerkandidatin für die Bundestagswahl im Herbst 2013 wieder ins Gespräch. «Sie wäre sicherlich eine hervorragende Kandidatin und Kanzlerin», sagte Stöß dem «Tagesspiegel» (Mittwoch). Er bedauere Krafts Entscheidung, in Nordrhein-Westfalen bleiben zu wollen, verstehe sie aber auch.

Erst am Montag hatte SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles an ihre Partei appelliert, sich mit Äußerungen zur Kanzlerkandidatur zurückzuhalten. Es bleibe dabei, dass der SPD-Kandidat zu einem Zeitpunkt rund um die Niedersachsen-Wahl im kommenden Januar gekürt werde.

Parteien / SPD
15.08.2012 · 17:04 Uhr
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