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SPD deutet Zustimmung zu Atomausstieg an

Berlin (dpa) - Die SPD deutet Zustimmung zu den Atomausstiegsplänen der Bundesregierung an. Die Regierung kehre weitgehend zum rot-grünen Ausstiegsbeschluss zurück, hieß es nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Montag in Parteikreisen.

Die Bundesregierung will bis spätestens 2022 aus der Atomkraft aussteigen. Die Grünen sehen bisher noch viele Fragen offen und haben sich noch nicht entschieden. Die Spitzen von SPD und Grünen waren am Sonntagabend von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) über die Ergebnisse des Atomtreffens der Koalition im Kanzleramt informiert worden.

Die Kanzlerin strebt einen Konsens mit SPD und Grünen an, um das Thema Atom endgültig aus der Kampfzone zu holen. Die Linke ist bei einem Konsens wahrscheinlich nicht dabei, die Fraktion hatte für einen endgültigen Ausstieg bereits bis 2014 plädiert.

Die Regierung will wie von SPD und Grünen gefordert, die sieben ältesten AKW und das Kraftwerk Krümmel sofort stilllegen. Um gegen Stromengpässe gewappnet zu sein, soll ein AKW allerdings als «kalte Reserve» in einem «Stand By»-Betrieb gehalten werden.

SPD-Chef Sigmar Gabriel sieht dies skeptisch. Er kenne kein Atomkraftwerk, dass man als Kaltreserve fahren könne. «Das sind Vorstellungen, die mit der technischen Wirklichkeit wenig zu tun haben», sagte der frühere Umweltminister nach dem Gespräch mit Merkel am Sonntagabend im Kanzleramt.

Energie / Atom / SPD
30.05.2011 · 10:57 Uhr
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