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SPD-Chef Gabriel spricht sich für Mindestrente aus

Berlin (dts) - SPD-Chef Sigmar Gabriel hat sich für die Einführung einer Mindestrente ausgesprochen. "Niemand, der sein Leben lang rentenversichert war und über viele Jahrzehnte gearbeitet hat, darf im Rentenalter auf Sozialhilfeniveau kommen, nur weil er unverschuldet arbeitslos war oder in den Niedriglohnsektor gedrückt wurde", sagte er der "Welt am Sonntag" (1. Juli 2012). Wenn Mindestrente dies bedeute, sei er sehr dafür.

"Unsere Herausforderung wird sein, Altersarmut zu verhindern, die durch lange Arbeitslosigkeit und Hungerlöhne entsteht." Gabriel kritisierte zudem die Planungen der Bundesregierung zur Höhe der Rentenbeiträge. Es sei "absurd", dass sie erst fallen, um dann in sehr kurzer Frist steil anzusteigen. "Das kann weder im Interesse der Arbeitnehmer noch der Arbeitgeber sein. Man stelle sich nur vor, dieser steile Anstieg fiele zusammen mit einem Wirtschaftseinbruch." Der SPD-Parteivorsitzende bezeichnete die Riester-Rente überdies als unzureichend. "Viele Riester-Verträge gehen von absurden Voraussetzungen aus und bringen eine zu geringe Rendite", so Gabriel. "Viele Menschen mit geringen Einkommen meiden die Riester-Rente. Hier müssen wir uns etwas einfallen lassen."
DEU / Parteien / Gesellschaft
01.07.2012 · 01:00 Uhr
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