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SPD befürchtet erhöhte Gefahr für Bundeswehr nach Nato-Luftangriff

Köln (dts) - Der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion und Verteidigungsexperte, Walter Kolbow, befürchtet eine erhöhte Gefahr für die Bundeswehr in Afghanistan. Wie Kolbow dem "Kölner Stadt-Anzeiger" sagte, seien in naher Zukunft "Racheakte" gegen deutsche Soldaten möglich. Zugleich lehnte Kolbow einen festen Termin für den Truppenabzug ab und kritisierte Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder, der am Wochenende eine Frist für das Jahr 2015 ins Gespräch gebracht hatte. Laut einem geheimen Berichtsentwurf einer Untersuchungskommission der Nato sollen bei dem Nato-Luftangriff vom vergangenen Freitag 90 Menschen getötet und verletzt worden sein. Unter den Opfern seien auch Zivilisten, wobei die genaue Zahl nicht mehr ausgemacht werden könne, weil die Toten schon bestattet worden seien, heißt es in dem Bericht. Unterdessen sagte der Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU), dass ihm Berichte afghanischer Behörden vorliegen, die keine zivilen Opfer benennen.
DEU / Afghanistan / Bundeswehr / Anschlag
08.09.2009 · 01:22 Uhr
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