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Spanische und griechische Banken fallen durch

Griechische ATE-BankGroßansicht

London (dpa) - Mehr als ein Viertel der europäischen Banken haben beim großen Stresstest schlecht abgeschnitten. Von den insgesamt 90 untersuchten Häusern fielen acht glatt durch, 16 weitere nahmen die Hürde einer Kernkapitalquote von fünf Prozent nur mit Mühe.

Die Europäische Bankenaufsicht EBA veröffentlichte die Ergebnisse des Tests am Freitagabend in London.

Im Test scheiterten fünf spanische und zwei griechische Institute sowie die viertgrößte Bank Österreichs, die Österreichische Volksbanken-AG (ÖVAG). Ihr Generaldirektor, Gerald Wenzel, erklärte, der Test sei für sein Haus zu früh gekommen. Die ÖVAG hatte in dieser Woche erklärt, eine Osttochter an die russische Sberbank zu verkaufen.

Die EU-Finanzminister pochen darauf, dass der Test diesmal nicht - wie im Vorjahr - ohne Konsequenzen bleibt. Banken, die nur mit Mühe bestanden haben, sollen unter verschärfte Beobachtung der nationalen Aufseher gestellt werden. Die durchgefallenen Banken sollen binnen drei Monaten Gegenmaßnahmen ergreifen und sich bis Jahresende mehr Kapital besorgen. Schafft ein Institut das nicht, springen die Regierungen ein - wie schon 2008 in der Finanz- und Bankenkrise.

Beim Stresstest wurden wirtschaftliche Krisen wie etwa ein Konjunktureinbruch und Turbulenzen an den Finanzmärkten simuliert. Beim ersten Stresstest im Jahr 2010, dem aber andere Kriterien zugrunde lagen, hatten sieben Institute nicht bestanden.

EU / Banken / Österreich
15.07.2011 · 22:49 Uhr
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