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Spanien feiert mit Prinz und Placido Domingo

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Johannesburg (dpa) - Die Fußball-Weltmeister aus Spanien haben ihren Triumph in der Kabine des Soccer-City-Stadions von Johannesburg mit Startenor Placido Domingo, Tennis-Ass Rafael Nadal und Prinz Felipe in der Kabine gefeiert.

Erst nach 1.00 Uhr stürmte Mittelfeldspieler Xavi immer noch siegestrunken Richtung Mannschaftsbus an den Journalisten vorbei und sang: «Campeones, campeones, olé, olé, olé.»

Die Mannschaft von Trainer Vicente del Bosque hatte im Endspiel die Niederlande mit 1:0 nach Verlängerung geschlagen. «Für mich ist ein Traum wahrgeworden. Ich wollte immer Europameister und Weltmeister werden», sagte Andrés Iniesta vom FC Barcelona, der in der 116. Minute das goldene Tor schoss und den Iberer den ersten WM- Titel bescherte. Mit nur acht Toren kürten sich die Spanier zum Titelgewinner - mit so wenig Treffern ist noch nie eine Mannschaft Weltmeister geworden. Zudem triumphierte zum ersten Mal ein europäisches Team außerhalb des europäischen Kontinents.

Aus den Händen von FIFA-Präsident Joseph Blatter nahm Kapitän Iker Casillas den goldenen WM-Pokal entgegen. Der Torhüter hatte noch auf dem Platz Freudentränen vergossen. «Weltmeister! Das ist unglaublich, unfassbar, einfach ohne Worte. Wir werden das jetzt genießen», sagte der überwältigte Matchwinner Iniesta.

Del Bosque wurde von seinen Spielern in die Luft geworfen. «Es war ein hartumkämpfter Sieg, aber wir haben fantastische Spieler. Wir hätten das eine oder andere Tor mehr schießen können. Der Sieg war hoch verdient. Für mich ist das ein ganz glücklicher Tag. Ich bin stolz», meinte der schnauzbärtige Coach. Die 84 490 Zuschauer sahen eine zum Teil üble Treterei mit zwölf Gelben Karten - so viele wie in keinem der vorangegangenen 18 Endspiele - und Gelb-Rot für den Niederländer John Heitinga (109.).

Auch rund eine Stunde nach dem Schlusspfiff überwog beim niederländischen Abwehrspieler Joris Mathijsen der Frust: «Wir können uns jetzt nicht hinstellen und sagen, wir sind stolz auf den zweiten Platz. Wir waren so nah dran», klagte der Manndecker des Hamburger SV. Alle Hoffnungen, die im Heimatland legendäre Generation um Superstar Johan Cruyff zu überflügeln, erwiesen sich als Wunschdenken. «Ich bin sehr enttäuscht», sagte Bayern-Profi Arjen Robben.

Die Enttäuschung der Holländer bekam vor allem der englische Schiedsrichter Howard Webb zu spüren. Minutenlang redete eine Gruppe um Mathijsen und Bayern-Kapitän Mark van Bommel im Anschluss an die Partie auf den Unparteiischen ein. Seine Entscheidung, wenige Sekunden vor dem entscheidenden Treffer der Spanier nicht auf Ecke zugunsten der Niederländer entschieden zu haben, sorgte für lange Diskussionen. «Wir saßen alle in der Kabine und haben über den Schiedsrichter diskutiert. In einem WM-Finale kann man einen Schiedsrichter von Weltniveau erwarten», klagte Robben.

Fußball / WM / Niederlande / Spanien
12.07.2010 · 08:47 Uhr
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