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Sozialministerin Haderthauer will mehr Ältere im neuen Freiwilligendienst

München (dts) - Bayerns Sozialministerin Christine Haderthauer (CSU) ruft vor allem ältere Menschen dazu auf, sich im neuen Bundesfreiwilligendienst zu engagieren. "Es gibt so viele tatkräftige, vitale ältere Menschen, die sich einbringen wollen", sagte Haderthauer der "Süddeutschen Zeitung" (Ausgabe vom Dienstag). "Es ist doch gut, wenn sich in Zukunft auch Ältere in Freiwilligendiensten betätigen können."

Jugendliche könnten sich dann darauf konzentrieren, ihren Lebensweg zu gehen. "Eine Ausbildung absolvieren, eine Stelle finden und die Familie ernähren, das sind Dinge, die ältere Menschen bereits gemeistert haben", erklärte Haderthauer. Die Jugendlichen stünden vor "existenziellen Herausforderungen". Haderthauer sagte weiter: "Sie werden ohnehin zusätzlich die Last unserer immer älter werdenden Gesellschaft tragen und meistern müssen." Haderthauer geht davon aus, dass die Umstellung vom Zivildienst auf den neuen Freiwilligendienst in Deutschland ohne größere Probleme ablaufen wird. "Vielleicht wird hier und dort vorübergehend die helfende Hand fehlen. Es wird aber nicht alles zusammenbrechen", sagte die Ministerin. Die Befürchtung, dass der neue Freiwilligendienst reguläre Jobs in der Pflege verdrängen könnte, teilte die CSU-Politikerin nicht. "Freiwilligendienstleistende sind ungelernte Kräfte. Sie nehmen keinem Pfleger den Job weg, nur weil sie mit Älteren und Behinderten Zeit verbringen, zuhören und mal Karten spielen", sagte Haderthauer. Mit dem Ende der Wehrpflicht wird im kommenden Jahr auch der Zivildienst auslaufen. Stattdessen sollen sich in einem Bundesfreiwilligendienst 35.000 Bürger engagieren. Das neue Angebot steht Männern und Frauen jeden Alters offen. In der Regel dauert der neue Freiwilligendienst ein Jahr.
DEU / Parteien / Arbeitsmarkt / Gesellschaft
28.12.2010 · 01:03 Uhr
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