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Sozialisten einigen sich mit Linkspartei: «Gutes Omen»

Athen (dpa) - Kleiner Hoffnungsschimmer für Griechenland: Die griechischen Sozialisten und die kleine gemäßigte linke Partei Demokratische Linke (Dimar) haben sich am Donnerstagabend darauf geeinigt, eine breite Koalition anzustreben.

Es ist das erste Mal, dass zwei griechische Parteien sich auf eine Kooperation einigen. Sie reicht allerdings nicht zur Bildung einer Regierung.

Die beiden Parteien haben zusammen nur 60 Sitze im 300-köpfigen Parlament. «Wir stimmen der Bildung einer Regierung aus mehreren Parteien zu, die das Land bis zu den Europawahlen 2014 führen könnte», sagte der Chef der Demokratischen Linken, Fotis Kouvelis, im Fernsehen.

Diese Regierung solle zwei Ziele verfolgen: Griechenland im Euroland zu halten und das Land stufenweise vom Sparprogramm «los zu haken», sagte Kouvelis. Diese Regierung würde das neue Umfeld in Europa nutzen, um das Sparprogramm zu lockern und Griechenlands Gesellschaft wieder auf die Beine zu stellen, sagte Kouvelis.

Der Chef der Sozialisten, Evangelos Venizelos, der seit Donnerstag das Sondierungsmandat zur Bildung einer Regierung hat, begrüßte den Vorschlag der Demokratischen Linken. «Wir sind uns sehr nahe gekommen in unseren Ansichten», sagte Venizelos. Der Vorschlag sei «fast identisch» mit den Ansichten der Sozialisten. Es sei zwar kein Durchbruch, aber ein «gutes Omen».

Venizelos werde sich am Freitag mit dem Chef der Konservativen, Antonis Samaras, und den anderen Parteichefs treffen, hieß es. Rechnerisch könnten die Konservativen (108 Sitze) zusammen mit den Sozialisten und der kleinen Demokratischen Linken regieren. Zusammen hätten sie 168 Sitze.

Wahlen / Regierung / Griechenland
10.05.2012 · 18:27 Uhr
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