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Sorge vor Anschlägen bei Einheitsfeiern

Schmiererei an einem Tor: Das durch die Wiedervereinigung markierte Ende von DDR-Todesstreifen und sozialistischer Planwirtschaft ist offenbar nicht für jeden ein Grund zur Freude.Großansicht

Berlin/Bremen (dpa) - Der Präsident des niedersächsischen Verfassungsschutzes, Hans-Werner Wargel, hat bei der bevorstehenden Einheitsfeier in Bremen vor linksextremistischen Anschlägen gewarnt: «Wir beobachten eine starke Mobilisierung gewaltbereiter Linksextremisten im Vorfeld der Einheitsfeier.»

Im Internet werde unverhohlen zu Brandanschlägen und Sabotage aufgerufen, zum Teil richteten sich Drohungen auch gegen die Organisatoren, sagte Wargel der «Neuen Osnabrücker Zeitung». «Nach unseren Erkenntnissen sind die Aufrufe insbesondere den sogenannten Anti-Deutschen zuzurechnen, einer Strömung innerhalb der autonomen Szene.» Diese Drohungen seien sehr ernst zu nehmen, betonte Wargel.

Die Feiern zum 20. Jahrestag der Wiedervereinigung beginnen heute in Berlin mit einem Empfang der Christdemokraten zur Erinnerung an den Vereinigungsparteitag von Ost- und West-CDU. Dabei wollen der damalige Kanzler Helmut Kohl und Amtsinhaberin Angela Merkel an die Ereignisse erinnern und Bilanz ziehen.

Am Abend starten dann in Bremen mit einem Konzert die offiziellen Jubiläumsfeiern. Das kleinste Bundesland ist Gastgeber, weil es derzeit den Vorsitz im Bundesrat hat. Neben einem Bürgerfest am Wochenende werden zum zentralen Festakt am Sonntag mehr als 1000 Gäste erwartet. Bundespräsident Christian Wulff will dann seine erste programmatische Rede halten.

Geschichte / Einheit
01.10.2010 · 07:19 Uhr
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