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Sorge um Nordkorea überschattet Japan-China-Gipfel

Ehrengarde in Peking: Die Sorge um Nordkorea überschattet das japanisch-chinesische Gipfeltreffen. Foto: Diego AzubelGroßansicht

Peking (dpa) - Bei ihrem ersten Gipfeltreffen nach dem Tod des nordkoreanischen Diktators Kim Jong Il haben China und Japan die Lage auf der koreanischen Halbinsel erörtert.

Japans Ministerpräsident Yoshihiko Noda traf am Montag in Peking mit Chinas Staats- und Parteichef Hu Jintao zusammen, berichtete die Nachrichtenagentur Xinhua. Schon am Vortag beim Treffen Nodas mit Chinas Premier Wen Jiabao hatte die Lage in Nordkorea im Mittelpunkt gestanden.

Beide Länder seien sich einig in der Einschätzung, dass eine atomwaffenfreie koreanische Halbinsel im Interesse sämtlicher Nachbarländer sei, sagte Noda der Nachrichtenagentur Kyodo zufolge in Peking. In seinen Gesprächen mit Chinas Führung wollte Noda auf neue Anstrengungen Chinas drängen, Nordkorea zur Wiederaufnahme der Sechs-Parteien-Gespräche über Pjöngjangs Atomprogramm zu überreden, verlautete aus Kreisen seiner Delegation.

Bilateral vereinbarten beide Seiten auf dem Gipfel die Aufnahme von Gesprächen über eine Freihandelszone zwischen Japan, China und Südkorea. Auch einigten sie sich auf eine engere Kooperation ihrer Finanzmärkte. Es sei vereinbart worden, den «Gebrauch des Renminbi und des japanischen Yen in internationalen Handelstransaktionen zwischen beiden Ländern zu fördern», hieß es nach Nodas Treffen mit Wen Jiabao auf der Webseite der chinesischen Volksbank. Dies sei ein «substanzieller Schritt nach vorn für die Internationalisierung des Yuan», kommentierte die Tageszeitung «China Daily». China will auch seine Käufe japanischer Staatsanleihen verstärken.

Um die in letzter Zeit häufigen Seekonflikte zwischen chinesischen Schiffen und der japanischen Küstenwache besser handhaben zu können, vereinbarten beide Seiten die Einrichtung eines gemeinsamen «Mechanismus für maritimes Krisenmanagement». Die Außenministerien, die Küstenwachen und weitere Behörden beider Länder sollen bei solchen Vorfällen künftig zügiger Informationen austauschen und Streitereien beilegen helfen.

Noda wollte noch am Montagmittag (Ortszeit) nach Tokio zurückfliegen.

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International / China / Japan
26.12.2011 · 09:36 Uhr
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