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Sorge in der Union über türkischen EU-Kurs

Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan grüßt seine Anhänger von der AKP am 05.06.2011 in Istanbul.

Düsseldorf (dpa) - Führende Unionspolitiker haben den türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyib Erdogan nach seinem klaren Wahlsieg aufgefordert, sich künftig wieder mehr an Europa zu orientieren.

«Die Türkei ist Teil einer europäischen Wertegemeinschaft. Wir erwarten, dass sie das auch bleibt», sagte Unionsfraktionsvize Andreas Schockenhoff der in Düsseldorf erscheinenden «Rheinischen Post» (Dienstag).

Ähnlich äußerte sich der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Ruprecht Polenz (CDU). «Für die Türkei gibt es zwei Versuchungen: einen übersteigerten Nationalismus und islamistische Abwege. Die gilt es zu verhindern», sagte der CDU-Politiker demselben Blatt.

Polenz sieht aber auch die EU in der Pflicht. «Wenn man die Sorge hat, dass sich die Türkei von Europa entfernt, muss man alles dafür tun, dass das nicht geschieht. Auch die EU hat eine Verantwortung gegenüber der Türkei», sagte er. «Es gibt immer wieder türkei-kritische Äußerungen von europäischen Politikern. Die sind natürlich kontraproduktiv.»

Wahlen / Türkei / Deutschland
14.06.2011 · 10:01 Uhr
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