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Soldaten Plünderung bei Gaza-Flotte vorgeworfen

Mavi MarmaraGroßansicht

Jerusalem (dpa) - Israels Militärpolizei untersucht Vorwürfe, israelische Soldaten hätten auf der Gaza-«Solidaritätsflotte» Ende Mai Plünderungen begangen. Israelische Medien berichteten am Donnerstag, ein verdächtigter Offizier habe mehrere Laptops gestohlen und an andere Soldaten weiterverkauft.

«Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist nicht sicher, dass die Ausrüstung wirklich von Bord der Mavi Marmara stammt», sagte ein israelischer Armeesprecher am Donnerstag. «Die Sache wird derzeit von der Militärpolizei untersucht, daher können wir keine weiteren Einzelheiten liefern.»

Bei der Stürmung des türkischen Solidaritätsschiffs «Mavi Marmara» hatten israelische Soldaten am 31. Mai neun Aktivisten getötet. Die Solidaritätsflotte wurde anschließend in den Hafen von Aschdod gebracht. Die Aktivisten mussten ohne persönliche Gegenstände wie Laptops, Handy, MP3-Player und Fotoapparate von Bord gehen und ausreisen. Ein Sprecher des israelischen Außenministeriums sagte damals, die persönlichen Wertgegenstände sollten an die Türkei übergeben werden.

«Wenn der Verdacht sich als richtig herausstellen sollte, bedeutet dies, dass es ein tiefgreifendes Problem in der israelischen Armee gibt», sagte ein namentlich nicht genannter Offizier am Donnerstag der israelischen Nachrichtenseite «ynet».

Konflikte / Nahost
19.08.2010 · 10:25 Uhr
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