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Soldaten für breite Debatte über Afghanistan-Einsatz

Der Vorsitzende des Deutschen Bundeswehrverbandes, Oberst Ulrich Kirsch.Großansicht

Berlin (dpa) - Der Bundeswehrverband hat der Politik vorgeworfen, Sinn und Zweck des Afghanistan-Einsatzes nicht gut genug zu erklären. «Es gelingt der politischen Elite derzeit nicht, die Sinnhaftigkeit dieses Einsatzes ausreichend in die Gesellschaft hineinzutragen», so Verbandschef Ulrich Kirsch.

«Ich empfinde es als eine ganz schlimme Situation für uns Soldaten, dass der Bundestag nicht in der Breite über die Dinge diskutiert, die erforderlich ist», sagte Kirsch der Nachrichtenagentur dpa.

Für die Soldaten im Einsatz sei es ganz zentral, den Rückhalt der Politik und der Bevölkerung in Deutschland zu haben. «Der entwickelt sich aber immer ungünstiger. Auch in der afghanischen Bevölkerung nimmt die Akzeptanz ab», sagte Kirsch. Das sei eine «ganz schwierige Situation für meine Kameraden».

Der Bundestag stimmt Ende Januar über die Verlängerung des Afghanistan-Einsatzes der Bundeswehr um ein weiteres Jahr ab. Derzeit können bis zu 5000 deutsche Soldaten plus einer Reserve von 350 Soldaten am Hindukusch eingesetzt werden. Außenminister Guido Westerwelle (FDP) will Ende 2011 mit dem Abzug beginnen.

Konflikte / Bundeswehr / Afghanistan
23.12.2010 · 08:04 Uhr
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