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Soffin-Chef: Deutsche Banken gut gegen Krise gerüstet

SoFFin in Frankfurt am MainGroßansicht

Frankfurt/Main (dpa) - Deutsche Banken sieht der Chef des Rettungsfonds Soffin, Christopher Pleister, von der Schuldenkrise nicht in ihrer Existenz bedroht. «Es gibt keinen Anlass zur Sorge mit Blick auf konkrete Einzelfälle der heimischen Finanzindustrie», sagte Pleister dem «Handelsblatt» (Montagausgabe).

Falls die Schuldenkrise sich aber weiter zuspitze und die Situation an den Finanzmärkten eskaliere, sei der Soffin bereit, Banken zu retten.

Der Soffin, eine Tochter des Bundes, hat drei Brückenbanken aufgebaut, die bei Bedarf angeschlagene Banken aufnehmen können. Bisher sei eine Brückenbank mit fünf Millionen Euro ausgestattet, um innerhalb von Wochen den Bankbetrieb aufnehmen zu können, sagte Pleister weiter. Gleichzeitig werde der Restrukturierungsfonds aufgebaut, der von der Kreditwirtschaft finanziert werden soll. Schon heute stünden aber 20 Milliarden Euro zur Verfügung, um Banken mit frischen Kapital ausstatten zu können.

Verständnis für die Klagen der Kreditinstitute über die Bankenabgabe hat der Soffin-Chef nicht. «Es gibt keinen Grund zur Klage», betont er. In normalen Zeiten sollen die Geldhäuser jährlich eine Milliarde in einen Restrukturierungsfonds einzahlen, um Institute vor einer Pleite zu retten. Diese Unterstützung werde von den Bonitätswächtern, den Rating-Agenturen, sogar offen berücksichtigt. «Die Ersparnis bei den Refinanzierungskosten ist also deutlich höher als die Kosten.» Die Banken zahlten also weniger als die Hilfe wert sei, sagte Pleister.

Banken / EU / Finanzen
07.08.2011 · 21:55 Uhr
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