News
 

Skandal-Gouverneur brach 37 mal das US-Gesetz

Gouverneur SanfordGroßansicht
Washington (dpa) - Neuer Tiefschlag für die US-Republikaner: Mark Sanford, der Skandal-Gouverneur von South Carolina, hat nach den Ermittlungen einer staatlichen Ethikkommission mindestens 37 mal sein Amt für private Zwecke missbraucht.

Der 49-Jährige soll etwa mit Regierungsmaschinen geflogen sein, um sich die Haare schneiden zu lassen, eine Geburtstagsfeier zu besuchen oder der Eröffnung eines Restaurants beizuwohnen, meldete die «New York Times» am Montag.

Sanford war im Sommer in die Schlagzeilen geraten, weil er wegen einer Liebschaft in Argentinien eine Woche lang spurlos verschwunden war. Einen Rücktritt als Gouverneur lehnt der Republikaner ab. Ein parlamentarisches Verfahren zur Amtsenthebung läuft.

Sanford galt bis zu den Enthüllungen als möglicher republikanischer Präsidentschaftsbewerber 2012. In den vergangenen Monaten wurden eine Reihe Fehltritte von Hoffnungsträgern der Konservativen bekannt. So gestand John Ensign, Senator aus Nevada, im Sommer eine Affäre mit einer Mitarbeiterin ein.

Nach den Ermittlungen der Kommission finanzierte Sanford aus einem Fonds für seinen Wahlkampf gesetzeswidrig einen Jagdausflug nach Irland. In der Hälfte aller 37 Missbrauchsfälle flog der Gouverneur Business- statt wie vorgeschrieben Touristenklasse. Die Ethikkommission untersuchte den Angaben zufolge Reise- und Finanzunterlagen Sanfords zwischen Herbst 2005 und Frühjahr 2009. Die auf 17 Seiten zusammengefassten Ermittlungsergebnisse des staatlichen Gremiums haben der «New York Times» zufolge eine ähnliche Wertigkeit wie eine Anklageschrift der Staatsanwaltschaft.

Innenpolitik / Leute / USA
24.11.2009 · 12:25 Uhr
[2 Kommentare]

Die aktuellen Schlagzeilen

 
 

 

News-Archiv

 
Diese Woche
16.01.2017(Heute)
Letzte Woche
Vorletzte Woche
Top News

Weitere Themen