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Sinai: Bewaffnete beschießen Friedenstruppe

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Al-Arisch (dpa) - Bewaffnete Extremisten haben am Sonntag auf der Halbinsel Sinai ein Lager der internationalen Friedenstruppe MFO beschossen. Verletzt wurde dabei niemand, verlautete aus ägyptischen Sicherheitskreisen in der Provinzhauptstadt Al-Arisch.

Die Angreifer flohen, bevor ägyptische Truppen am Schauplatz eintrafen. Die MFO-Mission (Multinational Forces of Observers) besteht aus internationalen Militärs und Beobachtern, die auf dem Sinai die Umsetzung des ägyptisch-israelischen Friedensvertrags aus dem Jahr 1979 überwachen.

Extremisten griffen am Sonntag auch zwei ägyptische Militärkontrollpunkte in Scheich Suwaid nahe der Grenze zum palästinensischen Gazastreifen an, wie es auf der Webseite der Tageszeitung «Al-Ahram» hieß. In beiden Fällen kam es zu Schusswechseln zwischen den Angreifern und den Soldaten. Über Opfer wurde nichts bekannt. Vor genau einer Woche hatten Extremisten auf dem Sinai 16 ägyptische Soldaten getötet und die Grenze zu Israel durchbrochen.

Militante Islamisten hatten sich in den letzten Monaten das Sicherheitsvakuum zunutze gemacht, das nach dem Sturz des Langzeitherrschers Husni Mubarak im Februar 2011 auf dem Sinai entstanden war. Ihren Umtrieben kommt auch das unwegsame, gebirgige Terrain im Inneren der Halbinsel zugute.

Konflikte / UN / Ägypten
12.08.2012 · 11:01 Uhr
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