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Silvester-Feuerwerk: 100 Millionen zum Abschuss frei

Silvester-FeuerwerkGroßansicht

Köln/Ratingen (dpa) - Sternenregen, Raketen-Zischen und Knallerei: In der Silvesternacht wird es am Himmel wieder funkeln und blitzen. Zu jedem Jahreswechsel verballern die Deutschen Feuerwerk für mehr als 100 Millionen Euro.

Am 29. Dezember startet der Verkauf in den Geschäften. «Hauptsache, das Wetter spielt mit», sagt der Geschäftsführer des Verbands der pyrotechnischen Industrie (VPI), Klaus Gotzen. «Mild und trocken wäre am besten.»

Zunehmend im Trend liegen sogenannte Batterie-Feuerwerke. So ein Klotz wird nur einmal angezündet - dann feuert er ein bis zu drei Minuten dauerndes Feuerwerk ab. «Bequemlichkeit setzt sich durch», meint Marco Finessi, Verkaufsleiter der Berliner Firma Pyro-Partner, die rund 4000 Händler beliefert. «Die Leute haben keine Lust, 100 Mal zu zünden.» Dem kämen Gesetzesänderungen entgegen: Seit zwei Jahren dürften Verbundfeuerwerke, wie die Batterien im Fachjargon heißen, bis zu 500 Gramm Schwarzpulver enthalten.

Die Namen dieser Klein-Feuerwerke klingen teils recht martialisch, zum Beispiel «Höllenmaschine», «Night Attack» oder «Resident Evil». Für die Hersteller sind Batterien ein lukrativer Umsatzbringer: Sie kosten zweistellige Euro-Beträge, für besonders große Feuerwerke müssen Kunden sogar um die 100 Euro hinlegen.

Die ewigen Klassiker dagegen bleiben Raketen. Nur sie entlocken den Zuschauern andächtige «Aahs» und «Oohs», wenn sie nach dem typischen Zisch-Geräusch einen möglichst großen, glitzernden Strauß am dunklen Himmel entfalten. 25 Millionen Stück hat allein der Marktführer Weco in Eitorf bei Bonn für dieses Silvester produziert. «Raketen sind und bleiben einfach der Favorit der Deutschen», sagt Unternehmenssprecher Markus Schwarzer. «Am liebsten in Gold, das wirkt feierlich.» Das habe wohl viel mit Nostalgie zu tun.

Auch Vulkan-Fontänen, Diamant-Sonnen, Tischfeuerwerk und Wunderkerzen finden zu Silvester guten Absatz. Böller und Knaller dagegen sind nach Angaben von VPI-Chef Gotzen seit einigen Jahren auf dem Rückzug: «Sie haben zwar auch noch ihre Freunde, aber die meisten Leute wollen lieber auch optisch was Schönes haben.»

Jahreswechsel / Silvester
26.12.2011 · 14:47 Uhr
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