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Siemens-Aktionäre wollen gegen Ex-Vorstände klagen

München (dts) - Der Streit um Schadensersatzforderungen von Siemens an knapp ein Dutzend Ex-Vorstände entwickelt sich zu einer riskanten Pokerpartie. Bis vor kurzem hatte Aufsichtsratschef Gerhard Cromme noch gehofft, mit Ex-Konzernchef Heinrich von Pierer und zehn seiner früheren Kollegen bis Ende August einen Vergleich zu erzielen, schreibt der "Spiegel" in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe. Ein solcher Vergleich sei aber nicht in Sicht, weil bislang nur drei Ex-Manager der Zahlung von jeweils 500.000 Euro zustimmten – die übrigen Alt-Siemensianer spielen auf Zeit. Durch die Hängepartie geraten beide Seiten mächtig unter Druck. Wenn Cromme bis zur übernächsten Aufsichtsratssitzung am 2. Dezember keine Einigung mit den Alt-Vorständen erzielen kann, droht ihm 2010 eine turbulente Hauptversammlung. Noch härter könnte es die widerspenstigen Manager treffen. Einige größere Aktionärsgruppen erwägen nämlich, aus Unmut über den schleppenden Verlauf der Verhandlungen selbst Klage gegen die Ex-Vorstände zu erheben. Kommen die Anleger Cromme zuvor, könnte das für Pierer & Co. teuer werden. Statt mit den vom Konzern eingeforderten gut 20 Millionen Euro müsste die frühere Konzernführung dann womöglich mit ihrem gesamten Privatvermögen für den im Zuge der Korruptionsaffäre entstandenen Schaden haften.
DEU / Unternehmen
19.09.2009 · 10:39 Uhr
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