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Shell zahlt im Fall Saro-Wiwa Millionensumme

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Frankfurt/Main (dpa) - Amnesty International hat den Erfolg der Hinterbliebenen des nigerianischen Menschenrechts-Aktivisten Ken Saro-Wiwa im der Auseinandersetzung mit dem Ölkonzern Shell begrüßt. In einem Vergleich hatten die Kläger von Shell die Zahlung von 15,5 Millionen Dollar erreicht.

Der «Frankfurter Rundschau» sagte Amnesty-Sprecherin Katharina Spieß: «Je häufiger Unternehmen sich dem Risiko von Klagen ausgesetzt sehen, desto größer ist der Anreiz, die Menschenrechte einzuhalten». Die Kläger hatten Shell beschuldigt, die Hinrichtung Saro-Wiwas und acht weiterer Aktivisten durch das Militärregime in Nigeria 1995 betrieben zu haben, weil diese gegen Projekte des Ölkonzerns protestiert hatten.

Die Rechtsgrundlage des Prozesses in den USA, der Alien Tort Claims Act, sei vorbildlich: «Er ermöglicht es Opfern, ihre Rechte durchzusetzen, wenn sie im eigenen Land etwa wegen korrupter Gerichte nicht weiterkommen.» Dieses Weltrechtsprinzip, die Anklagbarkeit von Menschenrechtsverletzungen ungeachtet der Nationalität der Beteiligten und des Tatorts, sollte überall Gesetz sein, fordert Amnesty.

Prozesse / Menschenrechte / Nigeria
10.06.2009 · 07:51 Uhr
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