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Sexskandal beim Secret Service

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Washington (dpa) - Der US-Geheimdienst Secret Service hat zwölf seiner Agenten wegen mutmaßlicher Kontakte zu Prostituierten am Rande des Amerika-Gipfels in Kolumbien abberufen.

Auch fünf Mitglieder der US-Armee seien dem Verdacht auf «schweres Fehlverhalten» ausgesetzt und in ihre Kasernen zurückbeordert worden, erklärte der Sprecher des Weißen Hauses, Jay Carney, am Samstag.

Die Personenschützer, die von den Armeemitgliedern unterstützt werden sollten, hätten mehrere Prostituierte in ihr Hotel gebracht und dort Trinkgelage abgehalten, berichtete am Abend (Ortszeit) der TV-Sender CNN. Carney betonte, die Sicherheit des Präsidenten sei in keinem Moment gefährdet gewesen. Die Vorfälle hätten sich bereits vor Obamas Ankunft in dem südamerikanischen Land abgespielt.

Ein früherer Reporter der «Washington Post» und Geheimdienst-Experte berichtete, eine Prostituierte sei zur Polizei gegangen, weil einer der US-Agenten seine Rechnung bei ihr nicht beglichen habe. Mitarbeitern des US-Geheimdienstes sei die Kontaktaufnahme zu Prostituierten streng untersagt.

«Der Secret Service nimmt jeden Verdacht auf Fehlverhalten sehr ernst», so ein Sprecher des Secret Service, Edwin Donovan. In Kolumbien treffen sich mehr als 30 amerikanische Staats- und Regierungschefs zum Amerika-Gipfel.

USA / Kolumbien
15.04.2012 · 10:58 Uhr
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