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Serbiens EU-Chancen weiter gesunken

Vor der Tür: Ein Demonstrant mit der Fahne Serbiens vor der EU-Zentrale in Brüssel. Foto: Olivier Papegnies/ArchivGroßansicht

Pristina/Belgrad (dpa) - Zweitägige Verhandlungen zwischen Serben und Albanern unter EU-Vermittlung in Brüssel sind ohne Ergebnis geblieben. Damit sind die Chancen Serbiens weiter geschwunden, in der nächsten Woche EU-Beitrittskandidat zu werden.

Der serbische Unterhändler Borislav Stefanovic berichtete am frühen Freitag in der belgischen Hauptstadt, es sei auch kein neues Treffen vereinbart worden. Bei den Verhandlungen ging es um die beiden seit Monaten umkämpften Grenzübergänge Jarinje und Brnjak zwischen dem Norden Kosovos und Serbien.

Die Serben wollten bei dem Ringen in Brüssel keinerlei Staatsgrenzen zwischen den beiden Ländern anerkennen, weil sie das vor knapp vier Jahren abgefallene Kosovo weiter als ihr Staatsgebiet bezeichnen. Die EU hatte die gemeinsame Kontrolle der beiden Grenzposten durch Albaner und Serben vorgeschlagen.

Daneben konnte keine Einigung erzielt werden, wie die von Albanern geführte Kosovo-Regierung in Zukunft an internationalen Treffen teilnehmen kann. Serbien hatte bisher alle Konferenzen boykottiert, an denen Kosovo-Vertreter aufgetaucht waren. Führende Politiker der EU-Länder hatten verlangt, Serbien müsse als Bedingung für den Kandidatenstatus im fast nur noch von Albanern bewohnten Kosovo nachgeben.

Kosovo / Konflikte / Serbien
02.12.2011 · 08:08 Uhr
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