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Selbstmord von Guantánamo-Häftling?

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Washington (dpa) - Im US-Gefangenenlager Guantánamo Bay auf Kuba hat ein jemenitischer Häftling offensichtlich Selbstmord begangen. Wie das US-Militär mitteilte, fanden Wärter bei einem Rundgang den 31-jährigen Mohammad Ahmed Abdullah Saleh al Hanashi leblos in seiner Zelle vor.

Es handele sich «anscheinend um Selbstmord». Einzelheiten über die Todesumstände wurden zunächst nicht bekanntgeben. Die Leiche werde gerichtsmedizinisch untersucht und dann in das Heimatland des Toten geflogen, sagte ein Pentagon-Sprecher.

Der Gefangene wurde nach Medienberichten vom Mittwoch seit Februar 2002 als mutmaßlicher Kämpfer der radikal-islamischen Taliban in dem Lager festgehalten, ohne jemals angeklagt worden zu sein. Vor seinem Tod hatte er sich im Hungerstreik befunden und war der «New York Times» zufolge in der psychiatrischen Abteilung des Gefängnisses zwangsernährt worden. Die Zeitung berief sich dabei auf einen Rechtsvertreter mehrerer anderer jemenitischer Gefangener. Am Ende soll Hanashi nur noch etwa 40 Kilogramm gewogen haben.

Es wäre der fünfte Selbstmord eines Häftlings in dem umstrittenen Lager und der erste seit dem Amtsantritt von Präsident Barack Obama, der das Gefängnis bis 2010 schließen will. Zuletzt hatte sich im Mai 2007 ein Häftling das Leben genommen. Derzeit sitzen in Guantánamo noch gut 240 Terrorverdächtige ein.

Terrorismus / USA
03.06.2009 · 13:33 Uhr
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