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Seehofer warnt FDP vor Demontage Westerwelles

Berlin (dpa) - Der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer hat den Koalitionspartner FDP vor einer Demontage von Parteichef Guido Westerwelle gewarnt. «Die laufenden Personaldebatten rund um Westerwelles Person sind pures Gift», sagte der bayerische Ministerpräsident der «Bild am Sonntag».

Nach dem Verlauf der Diskussion in den letzten Wochen dürften sich die Liberalen über schlechte Umfragewerte nicht wundern.

Für die Schwäche der FDP machte Seehofer inhaltliche Gründe verantwortlich. Er habe Westerwelle zuletzt sehr entschlossen und zielstrebig erlebt. «Die Probleme der FDP liegen aus meiner Sicht nicht in der Person ihres Vorsitzenden begründet. Das hat viel mit Politikinhalten zu tun.»

Mit Blick auf den Sturz von CSU-Chef Edmund Stoiber 2007 warnte Seehofer vor den Folgen eines solchen Schrittes. «Auch wir haben damals erfahren, dass Personaldebatten extrem schädlich sind. Es sind stets dieselben Stufen: Erst kommt der Erfolg, dann schleichen sich Fehler ein, dann beginnt die Suche nach Sündenböcken. Und am Ende kommt die Selbstfindungsphase», sagte er. «Noch keine Partei stand nach einer ungeordneten Personaldebatte besser da als vorher.»

Stoiber hatte im Januar 2007 nach einer parteiinternen Revolte seinen Rückzug angekündigt. Bei der bayerischen Landtagswahl im September 2008 erlitt die CSU eine dramatische Niederlage, die zum Verlust der absoluten Mehrheit führte.

Parteien / FDP
02.01.2011 · 21:28 Uhr
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