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SED-Forscher erwartet noch mehr Opfer durch Stacheldraht und Mauer

Berlin (dts) - Der Leiter des Forschungsverbundes SED-Staat an der Freien Universität Berlin, Klaus Schroeder, geht davon aus, dass die Zahl der Toten, die auf der Flucht aus der DDR gewaltsam ums Leben kamen, noch stark nach oben korrigiert werden muss. "Die Opfer, die über Drittländer wie Bulgarien oder Jugoslawien geflohen sind, sind kaum erforscht", sagte er der "Mitteldeutschen Zeitung". "Da könnten noch bis zu hundert dazu kommen. Das wurde völlig kaschiert. Die wurden vor Ort verscharrt - und fertig."

Schroeder rechnet "mit insgesamt 1.000 Opfern. Es sind mehr als die, die offiziell bekannt sind." Die "Zentrale Ermittlungsstelle Regierungs- und Vereinigungskriminalität" in Salzgitter kam auf 872 Maueropfer. In der Nacht des 13. August 1961 hatte die DDR mit dem Bau der Berliner Mauer begonnen.
DEU / Gesellschaft / Gewalt
12.08.2010 · 08:02 Uhr
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