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Schweinegrippe-Impfung wird teurer als geplant

Berlin (dts) - Die von der Bundesregierung geplante Massenimpfung gegen die Schweinegrippe wird offenbar teurer als geplant. Zu dieser Einschätzung kommen führende Vertreter der Gesundheitsministerien in den Bundesländern, schreibt der "Spiegel" in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe. Die Experten gehen davon aus, dass es mehr als eine Milliarde Euro kosten wird, um insgesamt 25 Millionen besonders bedrohte Bürger vor dem Virus zu schützen. Die Bundesregierung hingegen rechnet lediglich mit Kosten von 600 Millionen Euro. Die Vertreter der Landesministerien begründen ihr Szenario unter anderem damit, dass sich viele Betroffene in Arztpraxen impfen lassen werden und nicht, wie von der Bundesregierung vorgesehen, ausschließlich beim öffentlichen Gesundheitsdienst. Gestützt wird die negative Prognose von Berechnungen der Krankenkassen. Auch der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung taxiert die Impfkosten auf bis zu eine Milliarde Euro, weshalb er die Bundesregierung aufgefordert hat, zusätzliches Geld für den Gesundheitsfonds zur Verfügung zu stellen. Für Unmut bei den Krankenkassen sorgt außerdem, dass die Bundesregierung angekündigt hat, ihr eigenes Spitzenpersonal möglichst rasch mit Impfstoff zu versorgen. So würden Begehrlichkeiten bei anderen gesellschaftlichen Gruppen geweckt. Bundeskanzlerin Angela Merkel erfülle die Kriterien für eine bevorzugte Impfung nicht, sagt der Chef der AOK Schleswig- Holstein.
DEU / Gesundheit
08.08.2009 · 12:23 Uhr
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