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Schweinegrippe fordert in Deutschland drei Tote an einem Tag

Berlin (dts) - Drei weitere Menschen sind gestern in Deutschland an den Folgen der Schweinegrippe gestorben. Damit steigt die Gesamtzahl der Todesfälle infolge der neuen Grippe in Deutschland auf sechs. Überraschend sei dabei der Fall einer 48-jährigen Frau in der Bonner Universitätsklinik. Bei ihr konnten bislang keine Vorerkrankungen festgestellt werden, was in Deutschland derzeit als einmalig gilt. Zuvor waren Sachverständige davon ausgegangen, dass die Krankheit bei ursprünglich gesunden Menschen weniger drastisch verlaufen würde. Kurz zuvor waren zwei fünf- und 16-jährige, schwerbehinderte Jungen in der saarländischen Kinderklinik in Neunkirchen und in Augsburg an den Folgen der Grippe gestorben. Nach Aussage eines Sprechers des Augsburger Zentralklinikums, in dem der 16-Jährige behandelt worden waren, werden derzeit zwei weitere an Schweinegrippe erkrankte Kinder in der Einrichtung künstlich beatmet. Bei den drei bereits zurückliegenden Todesfällen handelt es sich um einen 65-jährigen Rentner, ein fünfjähriges Kind und eine Frau im Alter von 36 Jahren. Weitere Tode seien nicht auszuschließen, nachdem sich die Pandemie laut Angaben des Bundesgesundheitsministeriums immer schneller in Deutschland ausbreitet. Rund 30000 Infektionsfälle seien bisher nachgewiesen worden, die durchschnittliche Zahl der Neuerkrankungen pro Woche sei mittlerweile von etwa 700 auf knapp 1600 gestiegen. Mehr als ein Viertel aller eingesandten Rachenabstriche würden positiv auf Schweinegrippe getestet. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) meldete bislang 4175 Todesfälle weltweit. Ernst sei die Lage vor allem in Nord- und Südamerika, rund 600 Menschen seien dort in der vergangenen Woche an dem Virus gestorben.
DEU / Gesundheit / Schweinegrippe
31.10.2009 · 08:51 Uhr
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