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Schweinegrippe Auslöser für GBK-Zusatzbeiträge

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Köln (dpa) - Die Gemeinsame Betriebskrankenkasse Köln (GBK) erhebt als erste Krankenkasse in Deutschland von ihren Versicherten einen Zusatzbeitrag. Die GBK hatte bis zuletzt gehofft, die bestehenden Belastungen ohne Zusatzbeiträge abfedern zu können.

Als dann aber klar geworden sei, dass durch die Schweinegrippe eine weitere Belastung von 600 000 Euro auf die 30 000 Mitglieder zählende Krankenkasse zukomme, sei die Erhebung der Zusatzbeiträge notwendig geworden, sagte GBK-Vorstand Helmut Wasserfuhr am Mittwoch in Köln. Anders seien die Schulden der GBK nicht zu begleichen. Der Sanierungsbeirat habe die Entscheidung getroffen. Rückwirkend zum 1. Juli sollen die Versicherten pro Monat acht Euro zahlen.

Unklar ist, ob der Zusatzbeitrag über das Jahr hinaus zu zahlen sein wird. Im September kommt der neue Grundlagenbescheid. Der legt für die einzelnen Kassen fest, welche Zuweisungen sie aus dem Gesundheitsfonds erhalten. Eine Tendenz sei im Augenblick noch nicht absehbar, sagte Wasserfuhr. Wenn klar sei, dass man mehr Mittel erhalte, könne sich das auch schnell auf den Zusatzbeitrag auswirken.

Die Kasse war 2005 und 2006 wegen zweier Blutererkrankungen in finanzielle Schieflage geraten. Für die Medikamente zur Behandlung seien rund 14 Millionen Euro aufgewendet worden. Allein eine Spritze habe 27 000 Euro gekostet. Es flossen Ausgleichszahlungen innerhalb des Betriebskrankenkassen-Systems. Aber er habe auch Darlehen aufnehmen müssen, die zurückgezahlt werden müssten, sagte Wasserfuhr.

Gesundheit / Krankenkassen
19.08.2009 · 16:06 Uhr
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