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Schweigeminute in Frankreichs Schulen

Der schwere Anschlag auf eine jüdische Schule in Toulouse mit insgesamt vier Toten und einem Schwerverletzten hat das gesamte Land in Schock versetzt. Foto: Ian LangsdonGroßansicht

Paris (dpa) - Einen Tag nach dem blutigen Anschlag auf eine jüdische Schule in Toulouse wird am Dienstag in allen Schulen Frankreichs der Opfer des Anschlags mit einer Schweigeminute gedacht.

Präsident Nicolas Sarkozy hatte sie am Vortag angeordnet und für die betroffene Region die höchste Alarmstufe eines Anti-Terrorismus-Plans ausgelöst. Damit werden ab sofort Militärs und Polizisten an allen öffentlichen Plätzen patrouillieren, zudem wird die kommunale Polizei bewaffnet. Alle jüdischen und muslimischen Einrichtungen werden besonders gesichert.

Bei dem unbekannten Serienkiller handelt es sich nach Angaben von Sarkozy um denselben Täter, der nur wenige Tage zuvor auch insgesamt vier Soldaten getötet hatte. Innenminister Claude Guéant sagte vor Journalisten, das Risiko weiterer Anschläge sei nicht auszuschließen. Das Gefühl des Täters, bei allen drei Anschlägen problemlos davongekommen zu sein, stärke sein Selbstvertrauen. Die Motive des unbekannten Mannes sind nach wie vor unklar.

Der schwere Anschlag auf die jüdische Schule mit insgesamt vier Toten und einem Schwerverletzten hat das gesamte Land in Schock versetzt und auch Auswirkungen auf den laufenden Wahlkampf, der von Sarkozy und seinen wichtigsten Herausforderern bei der Kandidatur fürs höchste Staatsamt vorübergehend ausgesetzt wurde.

Terrorismus / Frankreich
20.03.2012 · 08:47 Uhr
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