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Schwedens Außenminister: WikiLeaks schwächt Diplomatie

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Stockholm (dpa) - Schwedens Außenminister Carl Bildt verurteilt die Veröffentlichung vertraulicher diplomatischer Mitteilungen durch das Enthüllungsportal WikiLeaks als «gefährlich für die Lösung von Konflikten».

Im Stockholmer Rundfunksender SR sagte Bildt am Montag weiter, Regierungen müssten «in kritischen Situationen die Möglichkeit zu vertraulichen Konsultationen haben». «Sonst bekommen wir eine Megafon-Diplomatie. Die kann zu mehr Konflikten und neuen Problemen führen, wie ich aus eigener Erfahrung weiß», sagte Bildt.

Zu den Motiven hinter den jüngsten Enthüllungen von WikiLeaks meinte der schwedische Außenminister: «Das politische Ziel ist es, den USA zu schaden.» Es werde lange dauern, den Schaden durch die Veröffentlichungen zu reparieren. «Unterminiert man die Diplomatie so, wie das jetzt passiert, unterminiert man auch deren Rolle bei der Vorbeugung von Konflikten», sagte Bildt. 819 vertrauliche Mitteilungen unter den mehr als 250 000 von WikiLeaks veröffentlichten Dokumenten sollen von der US-Botschaft in Stockholm stammen.

Konflikte / Internet / USA
29.11.2010 · 12:08 Uhr
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