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Schwarze Liste unsicherer Fluggesellschaften offenbar lückenhaft

Brüssel (dts) - Der Absturz eines Airbus A310 der Yemenia Airways legt Lücken im Überwachungssystem der EU für außereuropäische Fluggesellschaften offen. Die Unglücksmaschine hatte zwar ein Einflugverbot für Frankreich, nicht aber für andere EU-Länder. In Großbritannien etwa war die Maschine mit der Registrierungsnummer 7O-ADJ nach Informationen des "Spiegel" noch am 24. und 27. Juni gelandet. "So etwas verstößt eindeutig gegen den Geist eines einheitlichen europäischen Sicherheitssystems in der Luftfahrt", sagte Grünen-Bundestagsmitglied Winfried Hermann dem Magazin. Wegen bekannter Wartungsmängel hatte sich ein Komitee der EU-Kommission Mitte November 2008 mit der jemenitischen Luftfahrtgesellschaft befasst, ein Einflugverbot für Europa aber abgelehnt. "Nach allem, was jetzt klar ist, hätte die Gesellschaft eindeutig auf die schwarze Liste gehört", sagt dagegen der SPD-Europaabgeordnete und Luftfahrtexperte Ulrich Stockmann. Kurz nachdem das Komitee der EU-Kommission Yemenia Airlines attestiert hatte, die Bedenken gegen das Unternehmen seien ausgeräumt, diagnostizierte die europäische Aufsichtsbehörde EASA schwere und systematische Mängel bei der Yemenia-eigenen Wartungsfirma. Am 24. Februar 2009 entzog die in Köln beheimatete Behörde dem jemenitischen Betrieb deshalb die Lizenz, europäische Flugzeuge zu warten. "Wir haben die EU-Kommission darüber umgehend informiert", sagt EASA-Sprecher Daniel Höltgen.
Frankreich / Jemen / Flugverkehr / EU
04.07.2009 · 11:41 Uhr
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