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Schwarz-gelber Sieg bei Bundestagswahl endgültig

Berlin (dpa) - Eine herrenlose Kiste mit Wahlunterlagen auf der Straße in Berlin, ein Vierfach-Wähler in Magdeburg und Stimmzettel zur falschen Wahl in Dresden - bei der Bundestagswahl am 27. September ist längst nicht alles rund gelaufen.

Doch trotz einiger Fehler und Peinlichkeiten stellte Bundeswahlleiter Roderich Egeler beim endgültigen amtlichen Endergebnis keine Verschiebungen bei Stimmenanteilen und Sitzen fest. Damit ist endgültig klar: Union und FDP haben zusammen eine satte schwarz-gelbe Mehrheit.

Die Union kommt nach dem am Mittwoch in Berlin vorgestellten Ergebnis der Wahl am 27. September auf 33,8 Prozent (2005: 35,2 Prozent) der abgegebenen Stimmen, die FDP auf 14,6 Prozent (9,8). Die SPD fuhr mit 23,0 Prozent ihr schlechtestes Ergebnis in der Geschichte der Bundesrepublik ein (2005: 34,2 Prozent). Die Linke bekam 11,9 Prozent (8,7), die Grünen 10,7 Prozent (8,1).

Im neuen Bundestag hat die Union 239 Sitze, die SPD 146, die FDP 93, die Linke 76 und die Grünen 68. Anlass zur Beanstandung gebe es für die gesamte Wahl nicht, sagte Egeler. Geringfügige Änderungen in den Wahlkreisen lägen im üblichen Bereich.

Eine peinliche Panne gab es in Berlin-Pankow. Die Polizei fand dort am Wahlabend eine «herrenlose Kiste» mit Wahlunterlagen des Bezirks auf der Straße, sagte Egeler. Die Beamten hätten das «Fundstück» den Behörden übergeben. Gegen den Wahlvorsteher ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts auf Verletzung von Privatgeheimnissen.

In Magdeburg ging ein Mann am 27. September gleich vier Mal an die Urne - einmal mit seiner eigenen Wahlberechtigung und drei Mal mit einer fremden. Im Wahllokal blieb das unbemerkt, er selbst machte die Aktion aber öffentlich. Gegen den Vierfach-Wähler wird wegen des Verdachts auf Wahlfälschung ermittelt.

In Dresden wurden am Wahltag zwischen 8 und 9 Uhr in einem Wahllokal 45 falsche Stimmzettel ausgegeben - und zwar zur bereits gelaufenen sächsischen Landtagswahl am 30. August. 37 der Wähler konnten informiert werden und gaben noch korrekt ihre Stimme ab - acht Stimmen wurden als ungültig gewertet.

Wahlen / Bundestag / Ergebnis
14.10.2009 · 14:10 Uhr
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